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Gesundheits-Coaching

Gesundheit bedeutet mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Sie profitiert vom Aufbau personaler und sozialer Protektivfaktoren, die die Führungskraft für sich selbst und für Ihre MitarbeiterInnen anwenden kann:
- Selbstfürsorge (SF)
- Soziale Beziehungen (SB)
- Selbstwirksamkeit (SW) und
- Sinnerleben (SE)
Mit diesen "Schutzfaktoren" wird die Basis geschaffen, Wohlbefinden im alltäglichen Leben und Arbeiten zu entwickeln und dieses auch in schwierigen Situationen aufrecht zu erhalten. Die Faktoren beinhalten im Einzelnen:

Selbstfürsorge: Wohlbefinden und angenehmes Erleben im Alltag wahrzunehmen, beides auf- und auszubauen. Wer kennt nicht die Situation, unter Belastungen die Interessen und sozialen Kontakte zu reduzieren oder gar aufzugeben? Ein Zustand, der kurzfristig sinnvoll und wirksam ist, der langfristig jedoch in einen Teufelskreis mündet, der sich aus Belastung, körperlichen und psychischen Beanspruchungssymptomen, sozialem Rückzug und immer weniger Erholungs- und Kompensationsmöglichkeiten nährt.

Die Führungskraft kann und soll einen solchen circulus vitiosus bei ihren MitarbeiterInnen erkennen, unterbrechen und den Mitarbeiter befähigen, ein individuelles Repertoire selbstfürsorglicher Aktivitäten in seinem (Berufs-) Alltag zu verankern.

Soziale Beziehungen: Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass soziale Integration und Unterstützung die seelische und körperliche Gesundheit positiv beeeinflusst (Röhrle, 1994). In unserer zunehmend diversifizierten sozialen Umwelt erhalten damit auch berufliche Peergroups und Kollegen eine positive, weil stresspuffernde  Bedeutung, wenn die Bezoiehungen positiv erlebt werden. Leider gilt auch andersrum der gegenteilige Effekt.

Die Führungskraft kann eine gesundheitsfördernde Umgebung schaffen, in dem sie folgende Unterstützung anbietet:
- Emotionale Unterstützung: Aussprechen positiver Gefühle wie Vertrauen, Ermutigung, "Zu jemand halten",  Selbstwert stärken, Dank für geleistete Arbeit.
- Instrumentelle Unterstützung: Hilfe beim Problemlösen, Informationen u. Feedback geben, über Anliegen reden.
- Praktische materielle Unterstützung: Ressourcen planen, Flexibilität in der Arbeitszeit- und -platzgestaltung.
- Geistige Unterstützung: Werte und Normen, geistige Orientierung geben. 

Selbstwirksamkeit: Eine der wichtigsten Faktoren im Umgang mit Stress und Belastung ist die Bewusstheit und Verbesserung der Selbstwirksamkeit. Das Wissen um die eigene Steuerungsfähigkeit hilft im Veränderungsprozess und stellt den Ausstieg aus depressiven Gedankenketten dar.

Die Führungskraft kann ihre MitarbeiterInnen darin bestärken, selbstwirksames Handeln auch selber durchzuführen und sie damit zu motivieren, ein Problem auch instrumentell anzugehen (...im Sinne von: Was wäre der nächste Lösungsschritt?). Der Optimismus wird damit gegenüber einem Hilflosigkeits- und Hoffnungslosigkeitsdenken gestärkt.

Sinnerleben: Sinn gibt den Menschen Halt und Motivation, nichts ist deprimierender als sinn- und inhaltslose Arbeit zu verrichten. Dabei geht es meist nicht um einen objektiv feststellbaren Sinn, sondern um den Sinn, den es für den einzelnen Menschen in dieser oder jener Lebens- bzw. Arbeitssituation gerade geben kann.

Die Führungskraft kann einen Rahmen schaffen, in dem es für Mitarbeiter möglich ist, durch schöpferisches Tun und Handeln Sinnerfüllung zu erlangen. Dieser Rahmen muss offen sein für Lob und Feedback, Anders sein und denken dürfen, Fehler, Kritik und Selbstreflexion.